Freelance-Vertrag & AGB: Projekte absichern bevor Sie abrechnen
Ein unterschriebenes Angebot beruhigt, ein vollständiger Vertrag schützt. Ohne schriftlichen Rahmen werden endlose Korrekturen, Zahlungsverzug und IP-Streitigkeiten Ihr Problem. Diese Klauseln dürfen nicht fehlen.
Unterschriebenes Angebot ≠ vollständiger Vertrag
Das Angebot fixiert Preis und Umfang. Der Vertrag (oder angehängte AGB) regelt Spielregeln: Korrekturrunden, Fristen, Zahlung, Nutzungsrechte, Vertraulichkeit. Ohne das wird jede Kundenmail zur „inklusive“ Anfrage.
Unverzichtbare Klauseln
Jeder Freelancer-Dienstvertrag sollte mindestens abdecken:
- Parteien — Namen, Rechtsform, Kontaktdaten
- Lieferobjekte — Format, Umfang, Abnahmekriterien
- Zeitplan — Liefertermine, Meilensteine, Feedback-Fristen
- Enthaltene Korrekturen — Danach: Nachtragsangebot oder Tagessatz
- Explizite Ausschlüsse — Was NICHT enthalten ist
- Vertraulichkeit — Schutz geteilter Daten und Dokumente
- Kündigung — Stornobedingungen und Gebühren
Urheberrecht und Nutzungsrechte
Der häufigste Streitpunkt bei Kreativ- und Tech-Freelancern: Wer besitzt was? Standardmäßig bleibt das Urheberrecht beim Ersteller. Vollständige Übertragung muss schriftlich, datiert und oft extra vergütet sein. Klären Sie Nutzungslizenz (Web, Print, Dauer) oder vollständige Abtretung. Bis zur vollständigen Zahlung Quelldateien behalten.
Zahlungsbedingungen und Verzug
Vertrag, Angebot und Rechnung müssen dieselben Regeln widerspiegeln: ein überzeugendes Angebot erstellen.
- Anzahlung bei Unterschrift — 30 bis 50 % bei Projekten > 2.000 €
- Restzahlung bei Lieferung oder nach Meilensteinen
- Zahlungsziel — Üblich 14–30 Tage netto B2B
- Verzugszinsen — Gesetzliche Verzugszinsen plus Mahnkosten
- Arbeitsstopp — Recht zur Aussetzung bei unbezahlter Rechnung
Anpassbare Klauselvorlagen
Formulierungsbeispiele für Ihre Leistung:
Umfang und Korrekturen
Die Leistung umfasst [Lieferobjekte]. Enthalten sind [X] Korrekturrunden. Jede Anfrage außerhalb des Umfangs erfordert ein schriftliches Nachtragsangebot vor Ausführung.
Urheberrecht
Nutzungsrechte gehen nach vollständiger Zahlung auf den Auftraggeber über. Bis dahin behält der Auftragnehmer die Quelldateien. Nutzung beschränkt auf [Web / Print / 12 Monate].
Zahlungsbedingungen
Eine Anzahlung von [30] % ist bei Unterschrift fällig. Restbetrag zahlbar innerhalb von [30] Tagen nach Rechnung. Bei Verzug gelten gesetzliche Verzugszinsen.
Typische rechtliche Fehler
- ❌ Start ohne unterschriebenen Vertrag oder AGB
- ❌ Unklarer Umfang („Website-Relaunch“ ohne Seitenzahl)
- ❌ Unbegrenzte Korrekturen stillschweigend akzeptiert
- ❌ IP-Übertragung vor vollständiger Zahlung
- ❌ Weiterarbeit für zahlungsverzugenen Kunden
- ❌ Generische AGB ohne Branchenanpassung
Ergänzende Artikel
- ein überzeugendes Angebot erstellen — um Preis und Umfang vor Signatur abzustimmen
- eine konforme Rechnung erstellen — um Vertragsbedingungen abzubilden
- Kunden als Freelancer verwalten — für zentralen Verlauf und Dokumente
- Umsatzsteuer für Freelancer verstehen — für konsistente Rechnungsstellung
- unbezahlte Rechnungen eintreiben — wenn Vertragsfristen verletzt werden
So hilft IndyCRM
IndyCRM verbindet Kunden, Angebote und Rechnungen in einer App. Behalten Sie Projektverlauf, verfolgen Sie angenommene Angebote und wandeln Sie sie in Sekunden in Rechnungen um. ein überzeugendes Angebot erstellen.
Checkliste vor Projektstart
- ✅ Vertrag oder AGB von beiden Parteien unterschrieben
- ✅ Detailliertes Angebot angehängt
- ✅ Lieferobjekte und Korrekturrunden definiert
- ✅ IP- und Nutzungsklausel formuliert
- ✅ Anzahlung vor Arbeitsbeginn erhalten
- ✅ Zahlungsbedingungen auf Angebot und Rechnung identisch